Plau am See

Geschichte Plau am See

Plau am See
Parkhotel Klüschenberg - Hotel Plau am See

Hotel Plau am See

Ansiedlung in der slawischen Siedlung

Plau am See entstand aus der slawischen Siedlung Plawe, in der sich Fischer und Flößer ansiedelten. Der Name Plawe hielt sich bis ins 16. Jahrhundert, wurde dann in Plau geändert und im Jahre 1994 durch den Zusatz am See erweitert. Etwa im 12. Jahrhundert verlor der zu diesem Zeitpunkt bedeutende Nachbarort Quetzin seinen bis dahin hohen Stellenwert, stattdessen erlangte Plau am See zunehmendes Ansehen, da die Stadt für den Handelsverkehr weitaus günstiger lag. Im Zuge des Aufschwungs wurden Plau am See im Jahre 1225/1226 die Stadtrechte verliehen.

Fürst Nikolaus II. von Werle erbaute im Jahre 1287 in Plau am See eine Burganlage, die im 15. und 16. Jahrhundert als Festung gegen die Raubritter ausgebaut wurde. Heute steht von dieser ehemaligen großen Befestigungsanlage nur noch der begehbare Burgturm, in dem die Besucher bis ins elf Meter tiefe Verlies hinabsteigen können. Im 16. Jahrhundert entwickelte sich Plau am See auf Grund seiner idealen Lage an der wichtigen Handelsstraße, die von Brandenburg nach Rostock führte, zu einer bedeutenden Handelsstadt. Ebenfalls im 16. Jahrhundert ließ der damalige regierende Heinrich V., Herzog zu Mecklenburg am Südhang des Klüschenbergs einen Weinberg anlegen. Nach seinem Tode wurde allerdings der Weinanbau in Plau am See wieder aufgegeben.

Historische Bebauung in Plau

In ihrer langen Geschichte erlebte die Stadt Plau einige verheerende Brände. Der größte Brand im Jahre 1756 zerstörte nahezu die gesamte historische Bebauung der Stadt. Im 19. Jahrhundert entstanden die großherzogliche Plauer Tuchfabrik, die Maschinenfabrik mit Eisengießerei und viele beachtliche Gebäude wie das Plauer Rathaus und das Sophienstift. 1850 wurde am Plauer See eine Kalkbrennerei errichtet, zu der im Jahre 1886 eine Ziegelei hinzukam. Ein weiteres Zeichen für den wirtschaftlichen Aufschwung in Plau war der Eisenbahnanschluss im Jahre 1882. Das kaiserliche Postamt wurde im Jahre 1887 gebaut, zwei Jahre später folgte der Bau eines neuen Rathauses, da das alte einem Brand zum Opfer fiel. Im Jahre 1926 freuten sich die Bürger der Stadt über die Inbetriebnahme des Wasserwerkes. Bis zu diesem Zeitpunkt mussten die Plauer Bürger ihr Wasser aus Brunnen schöpfen.

Die Ernennung zum anerkannten Luftkurort

Um 1900 war der Beginn des Fremdenverkehrs. Ein weiteres Ereignis in diesem Jahrhundert war der Brand der Tuchfabrik im Jahre 1905, bei dem die gesamte Fabrik in Flammen aufging. 1916 wurde die Hubbrücke in Plau errichtet, die bis heute in Funktion ist. Im Oktober 1945 fand in Plau am See die Bodenreform statt, nach der Gründung der DDR wurden die Betriebe verstaatlicht und die Landwirtschaft in Plau entwickelte sich weiter. Eines der größten Ereignisse der Stadt, die 1. Plauer Badewannenralley startete im Jahre 1989. Die Wiedervereinigung 1990 wurde mit einer Festveranstaltung und einem Volksfest feierlich begangen. In den Folgejahren wurde das neue Klärwerk eingeweiht und die Rehabilitations-Klinik im Ortsteil Quetzin eröffnet. 1995 fand die Einweihung des Plauer Krankenhauses statt und im Jahre 1996 freuten sich die Radfahrer über den neuen Radweg, der von Plau am See nach Schlemmin führt. 1998 wird Plau am See staatlich anerkannter Luftkurort.

Wer seinen Urlaub in Plau am See verbringt und sich für die Geschichte der Stadt interessiert, kann an einer aufschlussreichen Stadtführung teilnehmen, die Wissenswertes über Plau am See vermittelt.